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Nicht in Watte packen, sondern eine sichere Umgebung schaffen!
Manchmal scheint es, dass Kinder von Allem magisch angezogen werden, was nicht für sie geeignet ist. Ob Treppen, Schubladen, heiße Töpfe oder spitze Gegenstände - alles wird erkundet und genau unter die Lupe genommen. Diese Neugierde und Entdeckungslust ist ganz natürlich und trägt wesentlich zur kindlichen Entwicklung bei. Mit zunehmendem Alter wächst die Mobilität und der Aktionsradius des Kindes und damit auch die Gefahren und Risiken. Gleichzeitig haben Kinder etwa bis zum vierten Lebensjahr noch kein Gefahrenbewusstsein - so können ganz alltägliche Situationen wie eine heiße Herdplatte, eine Treppe oder ein unverschlossener Medizinschrank tragische Folgen haben. „Denn Unfälle gehören zu den höchsten Gesundheitsrisiken von Kindern.“ Im Jahr 2009 verunglückten 295.000 Kinder allein im häuslichen Bereich, d.h. im Haus, Hof oder Garten. Davon waren rund 63% der Kinder unter 6 Jahren.
Die B.A.G. - Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V. sind die dominierenden Unfallarten im Haushalt (bei Kindern unter 15 Jahren): Stürze, Zusammenstöße, Verletzungen durch spitze Gegenstände und Einklemmen. Bei Kindern unter 4 Jahren liegen die Unfallschwerpunkte altersbedingt bei: Sturzunfällen (z.B. vom Wickeltisch), Ersticken, Verschlucken von Gegenständen, Vergiftungen, Verbrühungen, Elektrounfälle und Ertrinken. Das Tragische daran: Experten schätzen, dass 60-80% der Unfälle verhindert werden können. Dabei dürfen Eltern nicht den Fehler begehen, ihr Kind in Watte zu packen und zu verängstigen. Vielmehr sollten Eltern den Kleinen die Möglichkeit geben, spielerisch und unter Aufsicht ihre Umwelt und die damit verbundenen Gefahren kennen zu lernen. Genauso wie Impfungen vorbeugend vor Krankheiten schützen, können präventive Maßnahmen vor Verletzungen schützen. Dabei spielt auch die Förderung der motorischen Fähigkeiten eine große Rolle, denn Kinder mit guten motorischen und koordinativen Fähigkeiten stürzen seltener und oft weniger schwer. Damit die Kleinen ihre Umwelt auch selbstständig erkunden können, brauchen sie eine sichere Umgebung. Denn in jedem Raum eines Hauses oder einer Wohnung lauern Gefahren, die durch Beachtung einiger Regeln und die Anbringung technischer Sicherungen deutlich reduziert werden können. Generell sollten alle Räumlichkeiten in denen sich Kinder aufhalten, vor allem Orte an denen Kinder spielen und toben, auf Gefahren und Stolperfallen geprüft werden. So sollten beispielsweise auch KiTas und Kindergärten eine kindersichere Umgebung bieten. Gehen Sie auf Nummer sicher und informieren Sie sich einfach in Ihrem Kindergarten.
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